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Haus Tobias
Bildungs- und Begegnungszentrum der
Klinikseelsorge im Bistum Augsburg

Liebe Freundinnen und Freunde des Hauses Tobias,

langsam kehrt das Leben in das Haus zurück. Von den insgesamt 22 Gruppen im Haus können sich die kleinen Gruppen wieder treffen, allerdings bleibt durch die Abstandsregeln die Höchstgrenze von 16 Personen bestehen. Der Ausbildungskurs für Klinikseelsorger*innen (KSA-Kurs) sowie die Kinder- und Jugendtrauergruppe „Pantherpower“ konnte stattfinden, auch die Einführungswoche in die Klinikseelsorge und Trauerpastoral wird - in 2Hälften aufgeteilt – stattfinden können.

Im Haus Tobias selbst gibt es in der 2. Hälfte des Jahres 2020 große Veränderungen. Zum 01.09.2020 wird Pfarrer Reiner Hartmann zusammen mit mir das Haus Tobias leiten. Reiner Hartmann ist ein erfahrener Seelsorger und Supervisor, der bereits in der Klinikseelsorge an der Uniklinik Augsburg und in der Geistlichen Begleitung arbeitet. Im Dezember werde ich nach 15 Jahren die gesamte Leitung an ihn übergeben und in die passive Altersteilzeit wechseln. Auch im Trauma-Hilfe-Netzwerk für Augsburg und Schwaben e.V. wird am Beginn des nächsten Jahres die Stabübergabe stattfinden. Die bisherige Vorsitzende und Geschäftsführerin Maria Johanna Fath, die das Trauma-Hilfe-Netzwerk aufgebaut hat, wird die Geschäftsführung an Pastoralreferentin Elvira Blaha übergeben. Elvira Blaha ist jetzt bereits im Haus Tobias tätig und bereitet sich mit einer Weiterbildung zur Traumatherapeutin auf die neue Aufgabe vor.

In den Startlöchern steht auch der neue Stützpunkt für die Hochschulseelsorge an der Medizinischen Fakultät, der derzeit in der ehem. Wohnung von Pfarrer Michael Mayr in der Haus Tobias Wohnanlage aufgebaut wird. Da die Studierenden in diesem Jahr wegen Corona hauptsächlich online arbeiten und teilweise gar nicht in Augsburg wohnen, bedarf es einiger neuer Ideen und innovativer Wege um diesen neuen Stützpunkt für die Medizinstudierenden zu etablieren.

Wir hoffen, dass die Aktivitäten und Treffen im Herbst 2020 nach und nach aufgebaut werden können. Die Corona-Krise lehrt uns, wie wichtig die Arbeit in persönlichen Begegnungen ist, nicht nur bei chronisch kranken Menschen.

So hoffe ich auf eine weitere Normalisierung. Unser Haus-Tobias-Team wünscht allen gute Begegnungen in unserem Haus.

Dr. Gerd Kellner
Leiter

 

Handreichung zur Begleitung von Krisenbewältigung

Viele Menschen reagieren in dieser „Corona-Zeit“, die eine Verunsicherung in vielen Lebensbereichen mit sich bringt, mit großer Belastung und Stressreaktionen. Gerade ältere oder geflüchtete Menschen erinnern sich zum Beispiel an negative Erlebnisse aus der Kriegszeit.

Ängste können sich äußern in

  • Unwohlsein
  • diffuser Angst
  • Herzrasen, flacherem Atem
  • Gereiztheit, Stimmungsschwankungen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Desorientiertheit bis hin zur Teilnahmslosigkeit.


„Die akute Belastungsreaktion ist eine normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis.“

Allgemeine Unterstützung:

  • Alltagsnormalität herstellen, soviel wie möglich (geregelten Tagesrhythmus und -struktur herstellen bzw. beibehalten – wie Essen und Körperhygiene, den Tag im Vorfeld planen).
  • Im Gespräch das Gegenüber von allen Dingen, die die Person bewegen, erzählen lassen (auch über Skype oder Telefon).
  • Dabei die Not und die Ängste anerkennen; das bedeutet, die Situation zu akzeptieren und weder zu verharmlosen noch zu beschönigen.
  • Über mögliche Auswirkungen informieren: In schweren Belastungssituationen kann es zu Ängsten und Sorgen kommen, die Betroffene beunruhigen und beängstigen. Beispielsweise können Berichte zur aktuellen Situation und Bilder in den Medien über die Ereignisse auch Bilder aus Ereignissen einer eigenen bedrohlichen Vergangenheit triggern und damit aktivieren.
  • Stabiles soziales Umfeld sichern (besonderes Augenmerk auf Schutzbedürftige legen, die im eigenen Haushalt eventuell nicht sicher und Opfer von häuslicher Gewalt sein könnten).

      o Wer braucht Hilfe?
      o Wer kann wobei unterstützen?
      o Wer kann regelmäßig Kontakt halten?


Unterstützung bei akuten Ängsten und Panik:

  • zuhören und nicht versuchen, dem Anderen die Ängste auszureden
  • mit ruhiger Stimme sprechen
  • falls es kulturell angemessen ist, mit der Person Augenkontakt halten
  • über Ereignisse und manchmal auch über alte belastende Erinnerungen sprechen und erklären, welche Reaktionen darauf heute noch vorkommen können
  • Ängste konkret beschreiben lassen
  • (z.B. die Stärke und die Wahrscheinlichkeit, dass die Befürchtungen auch tatsächlich eintreten, abschätzen lassen, evtl. mit einer Skalierung von 0 -10)
  • Strategien zur Ablenkung erarbeiten
  • Sorgen und Ängste bis zum Ende denken
  • wenn jemand sich wie in einem Film fühlt oder sich nicht mehr spürt, die Person in die Gegenwart bringen und Unterstützung geben, wieder mit sich in Kontakt zu kommen

    Kurzübungen dazu:

  • Füße spüren und wenn möglich auf den Boden stellen
  • mit Finger oder Händen wechselseitig auf die Oberschenkel klopfen
  • sich auf neutrale Dinge in der Umwelt konzentrieren, die zu sehen, hören und fühlen sind – diese laut benennen lassen
  • auf den Atem konzentrieren (Einatmen und langsam ausatmen, dabei zählen oder bewusst in den Bauch atmen)
  • Positive Erlebnisse erfragen und detailreich erinnern lassen

 

Tipps für Jede und Jeden!

Sich eine positive Grundhaltung bewahren

  • Verantwortungsvoll für die eigene und die Sicherheit der anderen sorgen
  • Sich gut mit Essen, Trinken und ausreichend Schlaf versorgen
  • Drogen, Alkohol und Rauchen vermeiden
  • Sich viel bewegen
  • Sich maßvoll körperlich betätigen
  • Sich mit schönen und nährenden Dingen beschäftigen, wenn möglich frühere Hobbies wieder reaktivieren
  • Fokus auf die kleinen Dinge im Alltag legen, die gut laufen - und dafür dankbar sein
  • Alles tun, was hilft, sich zu entspannen (Natur, Bewegung, Singen, Musik hören, Lesen, Beten, Spielen….)
  • Sich bewusst und nur eine begrenzte Zeit am Tag mit dem Thema „Corona- Virus“ beschäftigen und beschränken, wie häufig man Nachrichten hört, liest und sieht
  • Sich am Hier und Jetzt orientieren – mit „coronafreien“ Dingen und Gedanken
  • Sich für andere und die Gemeinschaft engagieren
  • Mit für sich wichtigen Menschen in regelmäßigem Kontakt bleiben
  • Kreativ sein in der Form der Kontakte mit Menschen (neue Welt der Technik oder bekannte Formen der Kommunikation nutzen, wie z.B. Briefe schreiben, Päckchen verschicken)


Maria Johanna Fath und Elvira Blaha
TRAUMAHILFE NETZWERK Augsburg & Schwaben e.V.
Stenglinstr.7 | 86156 Augsburg | Tel. 0821 44409484 | www.traumahilfe-augsburg.de | info(ät)traumahilfe-augsburg.de

Diese Handreichung können Sie hier auch als PDF-Datei herunterladen.

Montag, 22.06.2020 - Freitag, 30.10.2020

 


Montag, 08.03.2021 - Freitag, 02.07.2021

 


jeden Mittwoch (außer in den Ferien)

"Du brauchst Gott weder hier noch dort zu suchen; er ist nicht ferner als vor der Tür des Herzens"...




Donnerstag 10.12.2020

Mit Musik und Gebet die Seele berühren




Montag, 28.09.2020, 11.00 Uhr bis Freitag, 02.10.2020, 13.30 Uhr

 


immer am letzten Dienstag im Monat. Wir starten am 29.09.2020

des Palliativzentrums an der Uniklinik Augsburg


Donnerstag 01.10. - Freitag 02.10. und Donnerstag 10.12. - Freitag 11.12.2020

 


Einführungsabend: Donnerstag, 08.10.2020, Kursabende: 1. Kursabend 15.10.2020 - letzter Kursabend 03.12.2020, Tag der Achtsamkeit: Samstag, 28.11.2020

MBSR-8-Wochenkurs

Achtsamkeitstraining (MBSR) nach Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn


Freitag, 09.10.2020 – Sonntag, 11.10.2020

Pilgern für Trauernde


Freitag, 23.10.2020

Angesagt statt abgesagt


Dienstag, 27.10.2020

 



Montag, 09.11.2020 bis Freitag 13.11.2020

 



Montag, 16.11.2020 - Freitag, 20.11.2020

Seelsorgliche Begleitung von kranken und sterbenden Menschen


Montag, 30.11.2020, 14.00 Uhr - Freitag, 04.12.2020, 13.00 Uhr mit Mittagessen

Begegnung von Seelsorgenden der Gehörlosen-, Schwerhörigenseelsorge, Blinden- oder...